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Montag, 17. September 2012

Delegiertenversammlung der bayerischen Feuerwehren in Fürstenfeldbruck

Landesfeuerwehrverband schnürt umfassendes Maßnahmenpaket.




Mit einer Vielzahl zukunftsfähiger Zielsetzungen ging am Samstag die 19. Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbands Bayern zu Ende, bei der in Fürstenfeldbruck über 300 Delegierte der Kreis-, Stadt- und Bezirksfeuerwehrverbände und der Jugendfeuerwehr sowie die Weichen für die weitere Entwicklung des Feuerwehrwesens in Bayern gestellt haben.






Einer der Veranstaltungshöhepunkte war der Start des zweiten Teils der bayernweiten Imagekampagne durch Innenminister Joachim Herrmann. Die Kampagne unter dem Motto „Ich bin dabei. Wo bleibst Du?“ soll Kinder und Jugendliche für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst begeistern. „Kernaufgabe und eine der wichtigsten Herausforderungen in den nächsten Jahren ist die Gewinnung von Nachwuchs für die Feuerwehren. Daher ist es wichtig, mit diesem Thema in der Öffentlichkeit präsent zu sein“, betonte Innenminister Herrmann.

Mit rund 49.400 Jugendlichen – davon rund 11.500 Mädchen – stellt Bayern derzeit den bundesweit stärksten Jugendverband. Aufgrund des demographischen Wandels werden jedoch künftig immer weniger junge Menschen für das Ehrenamt bei den Feuerwehren zur Verfügung.


Gleichzeitig werden die Anzahl der Einsätze sowie die Anforderungen an die Helfer steigen. Da auch in den kommenden Jahrzehnten der Brandschutz und die technische Hilfeleistung uneingeschränkt sichergestellt sein müssen, schafft der Landesfeuerwehrverband Bayern gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr gezielt vielfältige und interessante Aktivitäten, die von den Kindern und Jugendlichen wahrgenommen werden und deren Bedürfnisse erfüllen. „Wir bitten nicht nur die Verantwortlichen der Feuerwehren, sondern auch politische und kommunale Vertreter, diese Kampagne zur Gewinnung neuer Jugendlicher für die Freiwilligen Feuerwehren vor Ort mit Nachdruck zu unterstützen“, so LFV-Vorsitzender Alfons Weinzierl.

Im Rahmen der Verbandsversammlung formulierte Vorsitzender Weinzierl weitere wichtige Maßnahmen, die der Feuerwehrverband auf den Weg bringen und in den kommenden Monaten mit der politischen Ebene umsetzen willl. Vorsitzender Weinzierl ging hier besonders auf die derzeit vorhandenen Rücklagen der Feuerschutzsteuer von über 60 Millionen Euro ein. „Für die bayerischen Feuerwehren ist es wichtig, dass aus diesen Mittel die Förderung von Fahrzeugen und Geräten weiter verbessert wird“, so Weinzierl. Gleiches gilt für die Katastrophenschutzausstattung
bei den Feuerwehren. „Am Katastrophenschutz zu sparen, heißt, an der Sicherheit der Bevölkerung zu sparen“.

Weitere Themen waren unter anderem die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrdienstleistenden an den Staatlichen Feuerwehrschulen und die Einführung des Digitalfunks.


Zu den Höhepunkten zählte auch die offizielle Indienststellung eines mobilen Fahrsimulators zusammen mit Staatsminister Herrmann und der Versicherungskammer Bayern mit dem zukünftig bayernweit jährlich rund 2000 Fahrzeugführer Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn unter verschiedensten Bedingungen realitätsnah trainieren können.

Ein Bericht des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V.

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