Innenstaatssekretär Gerhard Eck nimmt Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain in Aschaffenburg in Betrieb: "Einheitliche Notrufnummer 112 hat viele Vorteile – rund 1,7 Millionen Euro vom Freistaat Bayern"
BFV Unterfranken Aus dem StMI
Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat am Samstag, den 22.09.2012 die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain in Aschaffenburg offiziell in Betrieb genommen und dabei ihre zahlreichen Vorteile hervorgehoben: "Die Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst mit einer einheitlichen Nummer hat für alle Bürgerinnen und Bürger wichtige Vorteile. Sie müssen sich für Notrufe künftig nur noch die europaweit geltende Nummer 112 merken. Diese Notrufnummer ist auch in Mobilfunknetzen gebühren- und vorwahlfrei. Das ist eine wesentliche Verbesserung, da die Zahl der Notrufe über 'Handy' immer mehr zunimmt."
Zudem könnten mit der Zusammenführung der bisher getrennten Alarmierung gezielt und schnell die Einsatzkräfte verständigt werden, die in Unglücksfällen am wirksamsten helfen können. Eck: "Der Freistaat Bayern hat für die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das ist eine hervorragende Investition in die Sicherheit der Bürger. Insgesamt stellen wir für die Integrierten Leitstellen rund 70 Millionen Euro bereit."
Die Integrierte Leitstelle Bayerischer Untermain bearbeitet alle Notrufe aus der Stadt Aschaffenburg sowie den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg. Sie ist mit modernster Technik ausgestattet. An sechs Einsatzleitplätzen und sechs sogenannten Ausnahmeabfrageplätzen kann hier gleichzeitig gearbeitet werden.
Der Freistaat Bayern unterstützt die Integrierten Leitstellen auf vielfältige Weise. So hat er den Leitstellenbetreibern kostenlos das Nutzungsrecht für die Einsatzsoftware 'ELDIS III Bayern' übertragen. Diese Software kommt einheitlich in allen bayerischen Leitstellen zum Einsatz. Gleichzeitig gibt der Freistaat Bayern den Leitstellen die Geodaten der bayerischen Vermessungsverwaltung an die Hand.
Innenstaatsekretär Gerhard Eck betonte, dass vor allem gut ausgebildetes Personal für die erfolgreiche und lebensrettende Arbeit der Integrierten Leitstellen von Bedeutung sei: "Wir sorgen deshalb mit bestmöglichen Angeboten in der Aus- und Fortbildung dafür, dass unsere Leitstellen ihren Aufgaben umfassend gewachsen sind. An der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried haben wir eine leistungsfähige Lehrleitstelle mit zwölf Einsatzleitplätzen errichtet. Sie bereitet die Mitarbeiter der Integrierten Leitstellen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vor." Eine Ausbildung unter realistischen und optimalen Bedingungen sei Voraussetzung dafür, dass die Disponenten den in Not geratenen Menschen gezielt und schnell helfen können.
Staatssekretär Eck dankte dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bayerischer Untermain für die erheblichen Anstrengungen, die er zur Verwirklichung der Integrierten Leitstelle unternommen hat: "Ich bin überzeugt, dass sich die professionelle Vorbereitung voll und ganz auszahlt. Was hier im Vorfeld geleistet wurde, verdient hohe Anerkennung. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Integrierten Leitstelle Bayerischer Untermain wünsche ich für ihr verantwortungsvolles Wirken viel Kraft, Glück, Erfolg und Gottes Segen".
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