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Sonntag, 3. November 2013

Feuerwehr Gerbrunn üben das richtige Verhalten bei Kaminbränden

Gerbrunn, Lkr. Würzburg

Am Samstag den 02.11.2013 haben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gerbrunn zusammen mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und dem zuständigen Kaminkehrermeister Stefan Hofmann aus Gerbrunn das richtige Verhalten bei Kaminbränden geübt. Die Feuerwehr Gerbrunn schaffte Mitte der Jahres 2013 einen speziellen Einsatzkoffer “Kaminbrand” an. In diesem Koffer befindet sich spezielles Werkzeug für Kamine und Schornsteine. Nach einer sehr interessanten und informativen Einweisung durch Kaminkehrermeister Stefan Hofmann, ging es mit der Drehleiter von der Berufsfeuerwehr Würzburg an die Praxis. Nun konnte jeder das Werkzeug persönlich an einem Kamin testen und üben.


Stefan Hofmann erklärte dabei genau auf welche Gefahren man achten muss und wie man die Werkzeuge genau einsetzen sollte. Ein Schornstein- oder ein Kaminbrand entsteht, wenn sich im Schornstein abgelagerter Ruß entzündet, der durch unvollständige Verbrennung entstanden ist. Bei einem Kaminbrand entstehen Temperaturen bis zu 1000 Grad. Ein Kaminbrand darf nicht mit Wasser gelöscht werden. Da 1 Liter Wasser schlagartig zu 1700 Liter Wasserdampf umgewandelt würde, kann der Schornstein durch den schlagartigen Druckanstieg schwer beschädigt werden und eventuell auch explodieren.



Die Feuerwehr selber hat folgende Möglichkeiten bei einem Kaminbrand:
  • Den Schornstein kontrolliert ausbrennen lassen, das heißt unter ständiger Beobachtung mit Hilfe der Wärmebildkamera. Dabei sollte man die Luftzufuhr “von unten” minimieren, also die Türe des Ofens geschlossen halten. Falls an dem brennenden Schornstein mehrere Öfen angeschlossen sind, gilt das für alle Öfen.
  • Mit Kaminkehrerwerkzeug den brennenden Ruß von den Wänden lösen. Diesen am Fuß des Ofens ausbrennen lassen oder dem Schornstein entnehmen und außerhalb des Schornsteins ablöschen.
  • Da der Ruß durch die hohen Verbrennungstemperaturen aufquellen kann, muss das Verstopfen des Schornsteines mit geeignetem Gerät verhindert werden.
  • Der Schornstein kann mit Kohlendioxid geflutet werden.
  • Auch wenn das Feuer aus ist, muss man den Schornstein und seine Umgebung noch mehrere Stunden mit der Wärmebildkamera beobachten, da dieser noch sehr viel Hitze ausstrahlt und zum Beispiel an den Schornstein angrenzende Dachisolier-Materialien oder Holzbalken des Dachstuhls in Brand setzen könnte.

Nach der gemeinsamen Übung ging es ins Feuerwehrhaus zu einem gemütlichen Ausklang der Übung mit Kaffee und Kuchen. Hier wurde noch die ein oder andere Frage von Stefan Hofmann beantwortet.





Schlusswort:
1. Kommandant Stefan Leim bedankt sich bei allen aktiven Feuerwehrmänner die an der Übung mit großem Engangement und Intresse teilgenommen haben. Ein ganz besonderer Dank geht an Kaminkehrermeister Stefan Hoffmann für die Informative und sehr Interessante Ausbildung und an die Berufsfeuerwehr Würzburg die mit Ihrer Drehleiter (DLK 23/12) nach Gerbrunn gekommen sind.




Fotos und Text: Dominik Olbrich - Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehren Lkr. Würzburg Nord/Ost

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